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"Die Verschwörung der Krähen", besprochen von Theodor Lindner

London um 1700 ist nicht unbedingt eine Stadt, in der man gerne leben möchte. Gewalt regiert sämtliche sozialen Schichten und Queen Anne Stuart hat nur wenig Geduld mit politisch und religiös Andersdenkenden. Der Pranger und der Kerker des Newgate Prisons sind ihre besten Freunde.

Auftritt Daniel de Foes, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal über „Robinson Crusoe“ nachdenkt. Politisch aktiv in der Form von mehr oder minder anonymen Essays und unfassbar interessiert daran, wer in London wirklich die Fäden in der Hand hält, hat er kein Problem damit, sich offen gegen Kirche und Obrigkeit zu stellen. Und wenn er zufällig der einzige ist, der weiß, wie die Leichenteile des größten Verbrechers des Königreichs in der Themse gelandet sind, dann ist das eben so…

Obwohl wir rund 300 Jahre in die Vergangenheit reisen, ist der Roman erstaunlich aktuell. Armut, Seuchen und Krieg sind allgegenwärtig, und auch solch wundervollen Themen wie Fake News, Zensur und Populismus sind erstaunlich zeitlos. Die Parallelen, die man zu unserem 21. Jahrhundert ziehen kann, sind faszinierend und schockierend zugleich. Manche Dinge ändern sich wohl wirklich nie. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen -, ein geniales Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte.

Roman
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783406781506
23,00 €inkl. MwSt.

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Kategorie: Belletristik

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