"Feenstaub", besprochen von Birgit Närger

Dieses Buch habe ich mit nach Hause genommen, mich damit aufs Sofa gesetzt und bin nicht mehr aufgestanden, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Außergewöhnlich, anders und besonders ist dieses Buch. In einer Schicksalsgemeinschaft sind Petru, Cheta und Magare verbunden, gezwungen in ewiges Kindsein: Sie leben am Rande einer gesichtslosen Großstadt. Täglich müssen sie dafür sorgen, dass die Schatzkiste des Krakadzil voller wird. Der wird schnell ungehalten, wenn die Kasse nicht stimmt, und so rücken die drei Jungs aus, um denen wegzunehmen, die es am ehesten zu verschmerzen scheinen. Auszuhalten ist das für sie nur mit einer täglichen Ration Feenstaub. Alles wird anders, als Petru Marja kennenlernt: Nicht nur lernt er mit ihr die Sprache der Stadt zu verstehen, er erfährt auch zum ersten Mal in seinem Leben, was Familie sein kann.

"Feenstaub" ist ein magisches Buch der Gegensätze. Einer poetischen und malerischen Sprache steht eine harte Realität gegenüber. Genau zwischen diesem Gegensatz entfaltet der Roman seine Wirkung. So etwas habe ich noch nicht gelesen. Meine absolute Leseempfehlung.

Travnicek, Cornelia
Picus Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783711720900
22,00 € (inkl. MwSt.)