Unsere Öffnungszeiten im Advent

An den Adventssamstagen haben wir von 9 - 16 Uhr für Sie geöffnet.

An Heiligabend und Silvester haben wir von 9 - 13 Uhr geöffnet.

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Buchtipps - Belletristik

Nach „Die Hauptstadt“, 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, hat Robert Menasse den zweiten Teil seiner Trilogie zu Europa vorgelegt. Und hält in Person des albanischen Ministerpräsidenten ein flammendes Plädoyer für die immer wieder aufgeschobene Osterweiterung der EU. Auf der Jungfernfahrt der „SS Skanderbeg“ sollen Vertreter aller EU-Mitgliedstaaten nun überzeugt werden, ihren Widerstand aufzugeben, habe doch Albanien jüngst erfolgreicher als Polen seine Justiz reformiert und als Italien die Mafia bekämpft.

Mein Lesehighlight in diesem Herbst! Es ist eine 200 Jahre überspannende Familiengeschichte. Sie beginnt um 1800, als der schwermütige Giacomo Casadio Viollca, eine „Zingara“, gegen den Willen beider Eltern heiratet. Und Viollca ist es auch, die das Übernatürliche in die Familie bringt. Sie liest aus den Händen und befragt Tarotkarten und diese Gabe gibt sie an einige Nachkommen weiter. So sind die Generationen auch durch ihr Handeln unweigerlich miteinander verbunden.

Dieses Buch hat es auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. Und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte dieses Buch auch gerne den Deutschen Buchpreis bekommen können.

Roland Baines ist elf Jahre alt, als er in den 50er Jahren im Internat zum ersten Mal seiner neuen Klavierlehrerin Miriam Cornell begegnet. Noch weiß er nicht, auf welche Weise sie sein Leben für immer verändern wird. 28 Jahre später ist ein ein junger Vater, als seine Frau Alissa ihn und das vier Monate alte Baby über Nacht und ohne Erklärung verlässt. Während sich die Welt wegen Politik und Katastrophen sorgt, sucht Roland nach Antworten – zu seiner Herkunft, der Zeit im Internat und den Gründen für Alissas Verschwinden.

Martha ist 40 und wird von ihrem Mann verlassen. Sie weiß schon lange, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Das Leben fällt ihr schwer und erst spät erhält sie eine Diagnose, die bestätigt, was sie spürt. Eine psychische Krankheit ist sicher kein leichtes Thema für einen Roman, aber wie im Originaltitel "Sorrow and Bliss" sind in diesem Buch Kummer und Glückseligkeit enthalten. Marthas Schwester Ingrid bringt nicht nur sie zum Lachen und wer sich über seine eigene Mutter ärgert, darf hier gerne Celia kennenlernen, die alles andere als Geborgenheit vermittelt.

Marie Scheringer hat sich entschieden, in ihr Heimatdorf in Tirol zurückzukehren und die Präparationswerkstatt ihres verstorbenen Onkels zu übernehmen. Und um die Heimkehr perfekt zu machen, zieht sie auch gleich wieder bei der Tante ein.

1962, Betty ist glücklich. Sie hat Martin geheiratet, sie haben eine neue Wohnung inklusive Einbauküche und sie gibt ihre Arbeit als Verkäuferin in einer Bäckerei auf, um ganz für den Haushalt und ihren Mann da zu sein. Doch sind da immer noch die Gespenster von früher, die sie nicht los wird. Als eines Tages ein junges Mädchen vor ihr steht, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen.

Es ist heiß. Und der Wald brennt. Iris sitzt auf der Terrasse ihres Hotels, in dem schon lange kein Gast mehr erschienen ist. Doch plötzlich taucht eine junge Frau auf, die mit ihrer kleinen Tochter ein Zimmer sucht. Und wenige Tage später ruft ein Mann an, der seine Frau und seine Tochter sucht. Doch Iris schweigt. Was ist Wahrheit und was ist Lüge, wem kann man vertrauen? Diese Frage stellt sich bis zur letzten Seite dieses Buches. „Ein Klimaroman, eine zarte Liebesgeschichte, eine Meditation übers Bleiben oder Gehen, Wagemutig, tiefsinnig, ein großartiges Buch.“

Eine junge Frau als Chemikerin, das war Anfang der 60er Jahre eher ungewöhnlich. Und so wird die junge, begabte und ehrgeizige Chemikerin Elizabeth Zott von ihren Kollegen auch lieber zum Kaffee kochen geschickt. Bis die junge Frau auf den erfolgreichen Kollegen Calvin Evans stößt, der sich augenblicklich in Elizabeth verliebt.

Daniela Dröscher erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie. Entscheidet ihr Ehemann. Und die Mutter ist dem ausgesetzt, Tag für Tag. Ein ebenso berührender wie kluger Roman über subtile Gewalt, aber auch über Verantwortung und Fürsorge. Vor allem ist dies ein tragik-komisches Buch über eine starke Frau, die nicht aufhört, für die Selbstbestimmung über ihr Leben zu kämpfen.

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