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Buchtipps - Belletristik

Die Familiengeschichten von Anne Gesthuysen spielen stets am Niederrhein. Die junge Pastorin Anna von Betteray übernimmt die Vertretung eines erkrankten Pastors - und trifft nicht nur auf Zustimmung. Eine junge Adlige, die außer einem Hund keinen Mann an ihrer Seite hat, passt doch nicht hierher! Ihre Lebensgeschichte wird in diesem Buch erzählt, die ihrer Familie, ihrer Mutter und ihrer "Vorzeige" Schwester. Ein Familienroman, den man, egal welches Wetter, nicht mehr aus der Hand legt. Wundervoll!

Eigentlich hat die Mutter ganz einfache, alltägliche Wünsche und Vorstellungen darüber, wie ihre Tochter ihr Leben leben sollte. Einen anständigen Job soll sie endlich finden und einen Mann, mit dem sie eine Familie gründen kann. Stattdessen kämpft sie für ihre Rechte als lesbische Frau und prügelt sich auf Demonstrationen auch schon mal mit der Polizei, wenn ihr dies notwendig erscheint.

Nicht Astronauten oder Kosmonauten schweben hier durch Raum und Zeit, das Schicksal der Brüder Hans Georg und Günter Kern und ihrer Familien nimmt dem Leser den Atem - und den Boden unter den Füßen. Mit ihrem Vater, überzeugter Nationalsozialist, wachsen sie in Ostdeutschland auf, bis der Ältere es nicht mehr aushält und in den Westen und zu den freien Künsten flieht. Seine steile Karriere fortan als Maler lässt Georg Baselitz seine Wurzeln nie vergessen, aber er kann - oder will - nicht seinem zurückgehaltenen Bruder Günter die so sehnlich erhoffte Unterstützung leisten.

Walter Schmidt und Barbara sind schon lange - sehr lange, über 50 Jahre - miteinander verheiratet. Die Rollenverteilung ist klar. Barbara kocht , kümmert sich um Haus und Garten und alles was dazugehört und Walter... Tja Walter macht alles andere oder eben nicht wirklich etwas, aber das mit durchaus einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und einem herrischen Auftreten.

Wer den Stuttgarter Ring gesehen hat oder sich auf die kommende Neuinszenierung freut, wer Fritz Langs Stummfilm oder Quentin Tarantinos Heldendramen auf der Leinwand schätzt, der sollte auch beherzt zu Felicitas Hoppes Neuinterpretation der Nibelungensage greifen.

Stellen Sie sich vor sie befinden sich im März in einem Flugzeug von Paris nach New York, kommen in ein schweres Unwetter und landen dann in New York. Stellen Sie sich vor drei Monate später im Juni befinden Sie sich wieder mit genau dem selben Flugzeug im Landeanflug auf New York mit genau denselben Passagieren und Mannschaft und werden dann abgefangen und in eine geheime Militärbasis gebracht. Genau diese Geschichte, dieses Gedankenexperiment der plötzlichen Dopplung macht Tellier mit uns und nimmt uns dabei mit auf eine völlig irrwitzige und verrückte Reise.

Ruth ist eine Frau Mitte 40. Nach dem Unfalltod ihres Mannes vor einigen Jahren lebt sie alleine in dem Haus der Familie auf dem Land. Die Kinder sind mehr oder weniger selbständig. Das Alleinsein gefällt ihr. Alleine schon die Beschreibungen ihrer Empfindungen dieses Zustandes macht das Buch für mich zu einem Muss! Ich habe mich so oft selbst wiedergefunden. Ruth schreibt, werkelt, trifft sich mit Freunden und ihren Kindern. Sie raucht und trinkt Bier und ist mehr oder weniger mit sich im Reinen.

Ein kleines Dorf in Russland, 1918. Der Krieg ist vorbei, aber hier weiß man davon noch nichts. Denn wäre der Krieg vorbei, dann wären die Männer und Brüder, Ehemänner und Söhne schließlich schon längst zurückgekehrt. Hier lebt Ilja, der recht modern ist und in allen wichtigen Belangen ein kleines Glasröhrchen befragt; seine Frau, die eher auf Traditionen setzt und deren heruntergefallenes Messer eindeutig bedeutet, dass Besuch kommt; die junge Annuschka, unglaublich neugierig und mit flinken Fingern ausgestattet.

Totschlagen und Totschweigen, das sticht in Auge und Ohr, wenn der Heimkehrer, nach vielen Jahren in der Ferne, dieses fiktive Städtchen im östlichsten Zipfel des Burgenlandes besucht. In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges sollte hier die Rote Armee der Süd-Ostwall aufhalten, von Zwangsarbeitern unter mörderischen Bedingungen errichtet. Und als er nicht hielt, was er nie zu leisten imstande war, hielten die Dunkelblumer Standgericht über dessen Erbauer - im Dunkel der Nacht.

Wer bei diesem Cover mit den süßen rosa und weißen Blümchen auf einen romantischen Liebesroman hofft, den – oder in diesem Fall vielleicht doch eher die – muss ich leider enttäuschen. Nina Lykke schreibt böse Bücher.

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