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Geheimtipps, die Ihnen den Lockdown versüßen

Liebe Kundinnen und Kunden,

das neue Jahr ist nun auch schon wieder ein paar Wochen alt, und nach und nach erscheinen ganz viele wundervolle Bücher, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Wir haben alle schon ganz fleißig gelesen und wollen Ihnen nun zeigen, welche grandiosen Lesegenüsse Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen sollten!

In den nächsten Wochen versenden wir noch weitere Newsletter mit all unseren Lieblingsbüchern von Belletristik über Sach-und Kochbücher bis hin zum Kinderbuch.

Ihr Team vom Vaihinger Buchladen

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Mely Kiyak erzählt in klarer und melodischer Sprache wie es ist, als Mädchen türkischer Eltern in Deutschland groß zu werden. Das tut sie schmerzhaft offen, mit unglaublichem Humor, der einen laut auflachen lässt, und mit so viel Tiefgang, dass bei mir sogar ein Tränchen geflossen ist.
Kiyaks Buch ist auch eine Liebeserklärung an ihren Vater, der nur für sie, die Tochter lebte. Dass sie seine Träume erfüllen, leben, wahr machen würde - das war sein Lebensziel.
Mely Kiyak, Kolumnistin, Dramatikerin, Autorin hat das Schreiben von ihrer Großmutter gelernt: “Sie konnte durch die Kraft ihrer Sprache ganze Sippschaften entehren”, “ihre Zunge war ein Jagdbomber”, mit ihrem Mundwerk konnte sie “ganze Straßenzüge vernichten”. “Wenn sie mit ihren Schnellfeuerbeschimpfungen fertig war, lagen auf dem Boden abgefallene Ohren, ihrer sich im Schockzustand befindenden Zuhörerschaft. Das war nicht einfach Schimpfen. Das war ein Kunstwerk.” Schön! Was?
"Frausein" von Mely Kiyak
Leseempfehlung von Birgit Närger

 

 

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Die Wiederentdeckung des Jahres! In diesem schmalen Bändchen erzählt Tove Ditlevsen autofiktional von ihrer ärmlichen Kindheit in einem Arbeiterviertel Kopenhagens der 1920er Jahre.
Tove ist anders als die anderen Kinder. Die Spiele der anderen versteht sie nicht, sie zieht sich in sich zurück, lebt in ihren Gedanken und schreibt Gedichte. Von der gefühlskalten Mutter erfährt sie keine Hilfe. Sie versucht alles, um ihre Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch ihr Vater, ein Heizer, der sie durchaus fördert, legt ihr unmissverständlich dar, dass ein Mädchen niemals Dichterin werden kann. Ihr Wunsch ist es, sich aus dem “Sarg, der schmal und eng ist” befreien zu lassen - ihrer Kindheit. 
Tove Ditlevsen hat ihren 3-bändigen Romanzyklus mit 50 Jahren geschrieben. Sehr eindrücklich schildert sie ihr Leben mit Sätzen, die einen festhalten und nicht mehr loslassen. Sie erzeugt Bilder voller Wucht und Härte aber gleichzeitig auch wunderschön und poetisch.
Band 2 “Jugend” und Band 3 “Abhängigkeit” erscheinen zeitgleich am 15.Februar.
"Kindheit" von Tove Ditlevsen
Leseempfehlung von Helke Stadelmeier

 

 

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Bad Regina, das mehr als nur ein bisschen an Bad Gastein erinnert, hat eindeutig schon viel bessere Tage gesehen: das einstmals mondäne Hotel, das Sanatorium und die Gebäude des österreichischen Bergdorfes verlottern und verfallen zusehends und eine Immobilie nach der anderen wird von „dem Chinesen“ aufgekauft. Die Einwohnerschaft verlässt schon lange das sinkende Schiff. Als Cheng auch noch dem ansässigen Adel ein Angebot macht, reicht es Othmar und er plant den Aufstand. Der ehemalige Clubbesitzer, der sich mittlerweile sozusagen hauptberuflich um einen DJ im Rollstuhl kümmert (an dessen Zustand er nicht ganz unschuldig ist), will seine Heimat retten und macht sich unter den verbliebenen Bewohnern auf die Suche nach Mitstreitern.
"Bad Regina" von David Schalko
Leseempfehlung von Sonja Körner

 

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Wenn man 25 Jahre, den Großteils seines Lebens, in Deutschland verbracht hat, dann könnte man eigentlich davon ausgehen, dass es gar nicht so schwierig ist, einen deutschen Pass zu beantragen. Aber in Sachen Einwanderung nimmt es die Bürokratie ganz genau; und so muss Dmitrij Kapitelman in seine Heimatstadt Kiew reisen, um eine Apostille vorweisen zu können. Der Autor nimmt uns mit auf seiner ganz persönlichen Reise in die Stadt seiner Kindheit, an die er schöne Erinnerungen hat, mit der ihn aber sonst nichts verbindet. Im Vordergrund stehen dabei immer die Damals-Eltern, die scheinbar perfekt waren, und der Vergleich zu den Heute-Eltern, deren Verhältnis zum Sohn angespannt ist.
"Eine Formalie in Kiew" ist ein wundervolles Buch mit bittersüßem Humor, das obendrein auf schönste Weise mit Sprache spielt - eine unbedingte Leseempfehlung!
"Eine Formalie in Kiew" von Dmitrij Kapitelman
Leseempfehlung von Theodor Lindner

Tipp der Woche

 
Es kann nur eine geben

Es kann nur eine geben

von Kebekus, Carolin/Tripke, Mariella

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Auszeichnungen

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Große Freude über diese Auszeichnungen, vor allem aber übergroßen Dank für Ihre Treue und Leselust!

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