„Bergland“, besprochen von Katrin Laich
Wir befinden uns in den vierziger Jahren im abgelegenen Tiefenthal in Südtirol. Dort steht inmitten der steilsten Wiesen der Innerleithof. Obwohl kaum jemand glaubt, dass sie es schaffen kann, übernimmt Rosa nach dem Tod ihres Vaters den Hof. Es ist ein hartes Leben, aber Rosa gelingt es, den Garten und die kargen, steilen Felder zum Blühen zu bringen und zu bewirtschaften. Nach einem Schicksalsschlag muss sie ihren Sohn Sepp alleine aufziehen. Trotz allem verliert sie nie den Glauben daran, dass hier der Ort ist, an dem sie für immer bleiben möchte. Auch dann nicht, als sich für sie eine Gelegenheit bietet zu gehen.
Jahre später übernimmt ihr Sohn Sepp den Berghof. Er möchte vieles anders machen als seine Mutter. Er träumt von mehr Effizienz, mehr Gewinn und vom Einsatz technischer Geräte. Auch Sepp ist immer wieder mit der Frage beschäftigt. „Bleiben oder ein leichteres Leben in der Stadt beginnen.“
Heute lebt Hannes, der Sohn von Sepp, mit seiner Frau Franziska und ihren Kindern auf dem Innerleithof. Sie setzen auf die Vermietung von Ferienwohnungen und ermöglichen Urlaubsgästen einen erholsamen, idyllischen Bauernhofurlaub. Bis Franziska keine Kraft mehr hat und zusammenbricht. Nun müssen auch die beiden sich der Entscheidung stellen: „Bleiben oder gehen?“
Die Autorin erzählt sehr ehrlich und mit viel Einfühlungsvermögen von einem harten Leben auf dem Berghof aus der Sicht von drei Generationen. Eine ganz besondere Familiengeschichte vor der Kulisse einer prachtvollen Bergwelt.



