„Kerbholz“, besprochen von Birgit Närger
Neuseeland: Eine Familie aus England stürzt mit dem Auto an einer besonders dünn besiedelten Stelle der Westküste Neuseelands die Böschung herunter und verschwindet. Spurlos! Die Eltern sterben bei dem Unfall, drei Kinder überleben. Sie streunen zunächst durch den Busch und werden dann von zwei Outlaws gerettet. Diese nehmen die Kinder bei sich auf, lange ist unklar, ob aus aus Fürsorge oder weil sie billige Arbeitskräfte für ihre Hasch-Farm brauchen.
Parallel zu diesem Handlungsstrang macht sich die Tante im fernen England auf die Suche nach der verschwunden Familie. Keiner weiß wo sie abgeblieben ist.
Ich muss zugeben, ein Buch, das ich vielleicht nicht zur Hand genommen hätte. Schwieriges Thema und Neuseeland steht auch nicht oben auf meiner Prioritätenliste. Aber eine befreundete Buchhändlerin hat es mir so ans Herz gelegt, dass ich es mir gleich bestellt habe. Zum Glück, ein langes Wochenende bei meinen Eltern in Düsseldorf mit viel Leerlauf und das Buch war ausgelesen. Ich bin begeistert. Ungemein spannend und dicht erzählt. Ein packender und psychologisch präziser Roman über die Bedeutung von Familie und das Überleben in unwirtlicher Natur.



