„Nincshof“, besprochen von Birgit Närger

Nincshof ist eine kleine Stadt in Österreich, an der Grenze zu Ungarn. Einige männliche, ältere Dorfbewohner haben ein etwas ungewöhnliches Vorhaben. Sie wollen, dass Nincshof von der Landkarte verschwindet. Einfach weg. Keine Feste mehr, keine Google-Einträge, der Ort soll einfach vergessen werden. So hätte man wieder seine Ruhe, wäre wieder unter sich. Keine lästigen Touristen mehr, keine störenden biker oder gar ebiker. Sie und das ganze Dorf könnten wieder in Freiheit und Ruhe leben. Laut Legende ist das in Nincshof schon einmal so gewesen.

Mit ins Boot für ihr Vorhaben wollen die drei Alten eine Frau holen, Erna Rohdiebl. Eine außergewöhnliche und eigenwillige alte Lady, die auch gerne mal nächtliche Pool Partys bei ihren verfeinden Nachbarn veranstaltet, wenn diese im Urlaub sind… Und dann sind da noch die Zugezogenen. Ein junges Ehepaar. Sie ist Dokumentarfilmerin und steckt ihre neugierig Nase überall rein. Er ist ein übermotivierter Italiener und hat sich eine Herde südamerikanischer „Irrziegen“ besorgt, um damit Touristen anzulocken. Sehr unterschiedliche Vorstellungen, wie Sie merken.

Und ein außergewöhnliches Buch. Ein Buch, bei dem man auch mal laut lachen oder schmunzeln kann und sich gerne auch mal wundert.


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