Als der Zufall sich verliebte, besprochen von Theodor Lindner
"Was für ein Zufall!" sind Worte, die wohl jeder oft genug hört oder sogar selbst sagt. Doch was wäre, wenn nicht jeder Zufall auch wirklich das wäre?
An genau diesem Punkt setzt Yoav Blum an. Guy, Emily und Eric sind Mitarbeiter einer streng geheimen Organisation, die speziell dafür ausgebildet wurden, Zufälle zu stiften. Ihre Aufgaben reichen vom Denkanstoß für potentielle Dichter bis hin zum Zusammenführen von Paaren, indem sie die Gegebenheiten und Muster des Alltags auf subtile Weise manipulieren – sodass die Ereignisse schier wie Zufälle wirken.
Vieles ändert sich jedoch für die drei Freunde, als Emily sich dazu entschließt, gegen die Regeln zu spielen und Zufälle für ihr eigenes Leben zu stiften. Und dann bekommt Guy auch noch einen Auftrag in einer ihm beinahe unheimlichen Größenordnung, der auf enge Weise mit seinem früheren Leben und Job verknüpft ist...
"Als der Zufall sich verliebte" ist mehr als die Liebesgeschichte, die im Titel erwähnt wird. Tatsächlich handelt es sich u einen Roman, der fasziniert und nachdenklich stimmt – über die kleinen und die großen Zufälle im Leben, und wie scheinbar unbedeutende Entscheidungen eine Verkettung von Ereignissen auslösen können, die das Leben eines fremden Menschen grundlegend verändern – und dabei hat man stets ein Lächeln auf den Lippen. Außerdem verwendet der Autor eine wundervolle Sprache, die den Inhalt des Romans unterstreicht und dazu führt, dass man das Buch niemals weglegen möchte.



