"Das Flüstern der Marsch", besprochen von Martina Schiemer

Dieser Roman ist eine Familiengeschichte, angesiedelt südlich von Hamburg, in eine Landschaft zwischen Deichen und der Elbe. Sie wird erzählt aus der Perspektive von vier Frauen aus drei Generationen, Mona, ihrer Großmutter Annemie, Janne, Schwiegertochter von Annemie und Freya. 

Mona ist auf dem Weg zu den Großeltern in der Marsch. Ihre ganze Kindheit hat sie im gutbürgerlichen Haus ihrer Großeltern verbracht, wohin sie nun zurückkehren möchte, da der Großvater ihr einen Job als Restauratorin im Dorf vermittelt hat. 

Doch als sie ankommt, findet sie nur ihren Großvater vor, Oma Annemie nimmt sie nicht wie sonst in Empfang. Als sie ihren Großvater darauf anspricht, sagt er, er hätte keine Ahnung wo sie sei. Sie sei schon einige Zeit weg. Darüber scheint er nicht im geringsten besorgt, was Mona nicht nachvollziehen kann. Sie verständigt die Familie, die Polizei wird gerufen. Auch die Freundinnen aus dem Dorf wissen auch nichts über den Verbleib der alten Dame, aber Mona spürt ein Schweigen, spürt, dass irgendetwas geschehen sein muss, über das nicht gesprochen wird. 

Abwechselnd kommen die vier Frauen zu Wort. Und langsam baut sich eine Geschichte auf, der man sich nicht mehr entziehen kann und die sehr viel mehr Tiefgang beinhaltet als man anfangs vermutet. Wer gerne tiefgründige und gute Familiengeschichten liest, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.


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