"Das schräge Haus", besprochen von Sonja Körner
Wenn in einem Buch eine mumifizierte Eidechse namens Boy George auftaucht und sich eine Mutter langsam in eine Dörrpflaume verwandelt, dann bin ich eigentlich schon glücklich. Und dann schreibt Susanne Bohne auch noch so schöne Sätze.
Ella wächst behütet von Omma Mina in ihrer Ruhrpott-Schrebergarten-Welt auf, bis sie ausgerechnet nach dem Sommerfest eine traurige Entdeckung macht. 26 Jahre später arbeitet sie als Psychotherapeutin und blickt teilweise recht verwundert in die inneren Häuser ihrer Patienten, die oft ziemlich unaufgeräumt sind und auch ihres hat einen ganz schön schrägen Giebel. Und sie wartet auf die Liebe. Ein Buch für alle, die gerne „Was man von hier aus sehen kann“ gelesen haben. Mit liebenswerten Figuren und Wohlfüheffekt.



