„Die Formel der Hoffnung“, besprochen von Birgit Närger

Als Dr. D.M. Horstmann am ersten Arbeitstag im Vanderbilt-Hospital auftaucht, ist die Überraschung groß. Nie hätte der Chefarzt einer Einstellung zugestimmt, wenn er das geahnt hätte! Dr. Horstmann ist eine Frau!

Und was für eine! Über 1,80 Meter groß, klug, hübsch und mehr als talentiert. Wir befinden uns in den Jahren 1940-1960 und Sie wissen, welche Rolle man einer Frau zu dieser Zeit gerne zudachte. Aber Dr. Dorothy Horstmann lässt sich nicht beirren und geht zielstrebig ihren Weg. Sie hat nur ein Ziel, sie will ein Mittel gegen Kinderlähmung finden. Dafür kämpft und lebt sie. Und wenn es sein muss, kocht sie den „herrlichen“ Männern auch zwischendurch mal einen Kaffee!

Dieses Buch ist eine schöne Würdigung für eine Frau, die ihrer Zeit voraus war. Ihr Großmut, ihre Klugheit und ihr nie versiegender Einsatz zur Bekämpfung von Polio werden in dieser fiktionalen Biographie wunderbar dargestellt. Das Resultat ist eine äußerst interessante Lektüre.


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