"Drei Tage im Juni", besprochen von Birgit Närger

Debbie heiratet. Und ihre geschiedenen Eltern Gail und Max sind gezwungen drei Tage miteinander zu verbringen. Und nicht nur das! Da Max mit seiner Katze anreist und Debbies Zukünftiger eine Tierhaarallergie hat, muss Max spontan – mit Katze – bei seiner Ex einziehen. Und siehe da, die beiden verstehen sich erstaunlich gut. Ihre Vertrautheit stellt sich schnell wieder ein und aus belustigter Distanz blicken sie auf die traditionellen Feierlichkeiten und erinnern sich an Vergangenes.

Wir lernen in diesem Roman ein amerikanisches Spektakel kennen. So z. B, wie am Vorabend der Hochzeit die Zeremonie geprobt wird, samt Pfarrer Trauzeugen und einem Brautstrauß aus Altpapier.

Auf drei Tage konzentriert sich diese psychologische Inspektion. Den Hochzeitstag, den davor und den danach – die Welt bleibt solange draußen.

Man ist ohne Vorgeplänkel Mittendrin in diesem Buch. Aktuelles, Vergangenes, ein bisschen Drama und kleine Spitzen bietet uns Anne Tyler. Manchmal ausufernd und immer ermutigend ist dieses Buch.


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