"Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen", besprochen von Theodor Lindner

Frau Yeom ist eigentlich Rentnerin, betreibt aber einen 24- Stunden-Laden, in erster Linie mit dem Ziel, ihren wenigen Mitarbeiter*innen ein gutes Leben zu ermöglichen.

Das Buch beginnt, als sie feststellt, dass ihre Geldbörse verschwunden ist. Kurz darauf erhält sie einen Anruf von einem obdachlosen Mann, der den Geldbeutel gefunden hat und zurückgeben möchte. Aus Dankbarkeit verpflichtet sie ihn zuerst dazu, sich täglich etwas zu essen aus ihrem Laden zu holen; später, als einer ihrer Mitarbeiter kündigt, bietet sie ihrem neuen Bekannten an, die Nachtschicht zu übernehmen.

Dieser durchaus etwas seltsame Mann kommt nun mit allen möglichen Leuten in Kontakt, sowohl den anderen Angestellten als auch der Kundschaft. Seine ganz besondere Art wird nicht immer als positiv wahrgenommen, oft eckt er an und stößt auf Unverständnis und Feindseligkeit. Doch mit der Zeit beeinflussen sich diese Leben gegenseitig auf unerwartete Weise.

Es ist ein super schönes Buch und perfekt für alle, die zum Beispiel letztes Jahr „Frau Komachi“ mochten oder generell die ganzen japanischen und koreanischen Bücher, die ich in den letzten Jahren so vorgestellt habe. Absoluter Wohlfühl-Faktor, genau das Richtige für einen Nachmittag eingekuschelt auf dem Sofa mit einer Tasse Tee.


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