"Lebenssekunden", besprochen von Birgit Närger
Ein guter Schmöker!
Zwei Frauen in den 50er Jahren, deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnte.
Angelika Stein wächst in Kassel auf und träumt von einem Leben als Fotografin. Sie erlebt mit, wie ihre beste Freundin bei der Detonation eines Blindgängers ums Leben kommt. Ein reißerisches Foto von der Unglücksstelle verstört sie zutiefst und sie nimmt sich vor, es anders zu machen, mit Bildern, die keine Gefühle verletzen. Angelika wird eine der ersten Fotojournalistinnen Westberlins in einer rauen Männerdomäne.
Christine Manglod lebt in Ostberlin ein völlig anderes Leben. Sie ist eine hochtalentierte junge Kunstturnerin und wird mit allem was geht darauf gedrillt, die DDR bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Bis sie plötzlich nicht mehr sicher ist, ob das wirklich das Leben ist, das sie führen möchte...
Die beiden Frauen kennen sich nicht, sind sich nie begegnet, 1961 wird ihr Schicksalsjahr werden!
In wechselnden Kapiteln wird das Leben von Angelika und Christine erzählt. Zeitgeschichte pur, spannend und fesselnd erzählt und meine absolute Schmöker-Empfehlung!



