"Man sieht sich", besprochen von Helke Stadelmeier

Es ist Sommer 1988 Frie, eigentlich Friederike und Robert machen Abi. Sie schreibt ihm zum Abitur “Ich hab dich lieb”, er schüchtern und unsicher, kann damit nicht umgehen und sagt nichts dazu, aber natürlich ist er auch in sie verliebt, aber der Zeitpunkt kommt nie, um es ihr zu sagen, und dann dreht sich die Welt schon weiter. Frie macht Au pair und Robert Zivi in Hamburg. 

2002 treffen sie sich wieder. Robert ist inzwischen Musiker und Frie Mutter, aber trotz aller Nähe zueinander, verpassen sie es wieder, sich zu öffnen. 

Dann 2022: Frie fährt zum Abitreffen. Sie ist frisch getrennt und trifft da auf Robert… zwanzig Jahre liegen zwischen ihrem letzten Treffen. Wie wird das Treffen verlaufen? 

Ein wunderbarer Roman, er ist modern, er ist witzig und humorvoll, klug beobachtet und voller ehrlichem Leben. Und er hat mich in meine eigene Jugend zurückgeholt . Und nachdem ich ähnlich alt bin wie die beiden Protagonisten, ist mir das Leben und die Beschreibungen von damals beim Lesen sehr vertraut. Ein Roman für alle, die Liebesgeschichten mögen, aber keine Lust auf zuckersüße Klischees haben. Und natürlich hat auch dieses Buch hinten einen QR Code mit Musik aus der Zeit! Also, einer rasanten Fahrt durchs Leben steht nichts mehr im Wege.


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