„Nicht von dieser Welt“, besprochen von Helke Stadelmeier
Vom Schwarzwald auf Abenteuerreise nach Halberstadt. Der Roman spielt 1991. Der 13 jährige Mischa lebt, seit sein Vater gestorben ist, zusammen mit seiner Mutter in einer Dienstwohnung im Krankenhaus. Über ein altes Münztelefon kann Mischa mit den Toten kommunizieren, die ihm ihre letzten Wünsche und Bitten sagen. Er versucht, alles zu erfüllen, um vielleicht noch einmal die Chance zu haben, seinen Vater zu sprechen.
Dann steht der Schüleraustausch an: Anstatt des eigentlichen französischen Austauschschülers, kommt die 17-jährige Sola auf - selbstbewusst, klug und geheimnisvoll. Mit ihr beginnt ein aufregendes Abenteuer, das ihm wieder Hoffnung und Mut gibt. In der Hoffnung, dass Geld wenigstens einige Probleme lösen kann, machen sich die beiden auf nach Halberstadt, um dort die vergrabenen 100 Milliarden Ostmark der Staatsbank zu finden.
Ein großer Roman über große Gefühle, der aber niemals abdriftet oder rührselig wird. Ein leichter und eigentlich auch fröhlicher Roman. Ein Abenteuerroman, eine Liebesgeschichte mit existenziellen Fragen und Trauerbewältigung, wunderbar leicht verpackt und ganz besonders erzählt.



