"Nur nachts ist es hell", besprochen von Birgit Närger
Mit „Nur nachts ist es hell“ hat Judith Taschler wieder einen großen Familienroman geschrieben.
Elisabeth Brugger! Sie studiert Medizin, eher ungewöhnlich für eine Frau zu dieser Zeit, nach dem ersten Weltkrieg, die aus einer Müller-Familie kommt. Dann heiratet sie Georg, auch Arzt, der versehrt aus dem Krieg heimkehrt. Die beiden führen gemeinsam eine internistische Praxis in Wien. Hier hilft sie auch immer mal wieder Frauen, die ungewollt schwanger werden. Streng verboten zu dieser Zeit! Einmal landet sie dafür sogar im Gefängnis. Eine besonders enge Beziehung hat sie zu ihrem Bruder Eugen. Er hat sie immer unterstützt und sie ist die Einzige, die von der Affäre mit der Frau seines Zwillingsbruders weiß.
Ein unglaublich packender Familienroman, der gleichzeitig die gesellschaftlichen Probleme der Zeit porträtiert. Eine anspruchsvolle Lektüre. Mich hat dieses Buch begeistert.



