"Wohnverwandtschaften", besprochen von Helke Stadelmeier
Constanze landet eher unvermittelt in einer WG. Eigentlich dachte sie: „Nur kurz!“ Schließlich ist sie ja nicht der Typ für Chaos, Gemeinschaftskühlschränke und WG-Regeln. Aber irgendwie schaffen es Jörg, Murat und Anke, sich in ihr Herz zu schleichen – und damit beginnt eine Geschichte, die lustiger, liebevoller und auch ein bisschen tragischer ist, als Constanze es je erwartet hätte.
Das Zusammenleben passt, kleine Eifersüchteleien, kleine Nicklichkeiten, so weit alles normal und unaufgeregt, bis Jörg nach einer kleinen OP vergesslich wird. Für die WG-Mitglieder stellt sich die Frage: Wie geht man damit um, wenn einer aus der Mitte langsam „verschwindet“?
Isabel Bogdan erzählt diese Geschichte so, dass man sich sofort als fünftes WG-Mitglied fühlt. Mal herzlich lachen, mal nachdenklich seufzen. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, das Älterwerden und die Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt. Dabei bleibt Bogdan immer charmant, nie kitschig, und bringt uns dazu, uns selbst zu fragen: Mit wem würde ich gerne älter werden? Ein Buch wie ein Abendessen in der besten WG der Welt – inklusive Murats legendärem Essen und Jörgs Geschichten.



