"Waterwitch", besprochen von Theodor Lindner
Jenny Greenteeth ist ein Monster, eine hexenverwandte Kreatur, die in einem See Englands lebt. Ihre Zähne sind scharf, ihre Reflexe einzigartig und Menschen sind für sie höchstens eine Nahrungsquelle – zumindest, wenn sie sich dazu aufraffen kann, den Körper zu konservieren.
Doch eines Tages findet sie eine junge Frau in ihrem See, eine Hexe aus dem nahen Dorf, die offenbar von den anderen Dorfbewohnern und dem neuen Pastor ertränkt werden sollte. Obwohl sie es sich selbst nicht erklären kann, rettet sie die Frau namens Temperance vor dem Ertrinken. Von ihr erfährt sie, dass der neue Pastor die Dynamiken im Dorf stark verändert hat. Plötzlich haben alle Angst davor, eine Hexe in ihren Reihen zu haben, und stürzten sich sofort auf Temperance, ohne Beweise, dass sie tatsächlich Magie beherrscht.
Als auch Jennys See scheinbar nicht mehr sicher ist, beschließen die beiden Frauen, sich dieser Angelegenheit anzunehmen, denn: dieser Pastor ist nicht, was er zu sein scheint.
In „Waterwitch“ tauchen wir ein in die englische Folklore, begegnen Feengestalten und Monstern. Trotzdem finde ich, handelt es sich um einen Fantasyroman, der auch denen gefällt, die sonst eigentlich keine Fantasy lesen.



