Staat X, besprochen von Birgit Närger
Staat X ist ein Schulprojekt, das sicherlich vielen Schülern gefallen würde.
Eine Woche in der Schule leben, ohne Unterricht und ohne Lehrer. Staat X ist – wie gesagt - ein Schulprojekt und für eine Woche wird die Schule zu einem eigenen Staat. Mit eigener Währung, Regierung, Polizei und allem, das dazu gehört.
Zwei Jahre haben die Vorbereitungen für Staat X gedauert. Endlich ist es soweit! Doch kaum haben sich die Türen geschlossen, setzten auch schon, wie im echten Leben, die ersten Machtkämpfe und Intrigen ein. Wer bekommt die begehrtesten Posten im Staat? Wer nur einen Aushilfsjob?
Schon bald beginnt es hinter den Kulissen zu brodeln. Wer hat die Macht? Wer wagt es Grenzen zu überschreiten? Als einige Schüler merken, wie leicht es ist die Kontrollinstanzen zu umgehen, nimmt eine bedrohliche Kettenreaktion ihren Lauf.
Erzählt wird, immer in Kapitel eingeteilt, aus der Sicht von 4 Jugendlichen, die an dem Projekt teilnehmen. Dadurch wird das Buch noch abwechslungsreicher.
Ich bin fasziniert, wie schnell sich doch alle in ihren Rollen “eingelebt” haben und wie sehr jeder Einzelne darin aufgeht.
Die Geschichte ist authentisch, realistisch und spannend und hat mich nachdenklich zurückgelassen.
Das Buch zeigt, wie schnell sich eine zunächst positive Idee in die andere Richtung entwickeln kann und wie Macht sich auf Menschen auswirken kann.
Ein tolles und spannendes Buch!



