"George", besprochen von Birgit Närger
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und etwas, was ich so noch nie gelesen habe. Interessant, mitreißend, aber auch irritierend.
George ist 10 Jahre alt und geht in die vierte Klasse. Etwas ganz Entscheidendes unterscheidet George jedoch von seinen Klassenkameraden. George fühlt sich als Mädchen!
Sie, in diesem Buch wird nämlich immer nur von ihr gesprochen, wenn von George erzählt wird. Sie liebt die Farbe Rosa, liest heimlich Mädchenzeitschriften und träumt davon, sich endlich jemandem anvertrauen zu können. Von ihren Klassenkameraden wird George gehänselt und als Weichei abgetan.
Dann findet in der Schule eine große Theateraufführung statt und George bewirbt sich um die weibliche Hauptrolle, um allen zu zeigen, wer sie ist. Was sich daraus entwickelt, lohnt sich absolut zu lesen.
In unserer Zeit, in der immer mehr über „Anderssein“, transgender und Toleranz gesprochen wird, ist das der erste Kinderroman, der dieses Thema aufnimmt.
Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite mit großer Begeisterung und Staunen gelesen. „George“ erzählt einfühlsam vom Anderssein und ermutigt, den eigenen Weg zu gehen.
Ein Buch, das Jungen und Mädchen ab 10 Jahren gefällt und das auch ältere Leser, so wie mich, fesselt und die Botschaft vermittelt: Sei wer du bist!



