"Pony", besprochen von Martina Schiemer
Die Geschichte spielt im Jahr 1858 in Ohio, einem Staat im mittleren Westen der USA. Der 12jährige Silas ist ein ruhiger und sensibler Junge, zurückgezogen lebt er mit einem Vater auf einer abgelegenen Farm, wo er diesem bei der Herstellung von Stiefeln hilft.
Immer an seiner Seite ist ein Geist namens Mittenwool, für andere unsichtbar, aber für ihn sein bester Freund und Berater. Vor zwei Jahren hat sich etwas sehr Außergewöhnliches ereignet, er wurde von einem Blitzschlag getroffen, den er überlebte, aber seitdem trägt er ein Abbild eines Baumes auf seinem Rücken. Wie eine Fotografie. Sein Vater, ein begeisterter Hobbyfotograf, wird inspiriert durch dieses Ereignis und beginnt mit chemischen Substanzen zu experimentieren und schließlich entwickelt er eine neue Technik, Bilder vervielfältigen zu können.
Diese Errungenschaft spricht sich schnell herum und so bleibt es nicht aus, dass eines Nachts drei mysteriöse Reiter zur Farm kommen und den Vater und Silas, für den sie eigens ein Pony dabei haben, auffordern, mit ihnen zu kommen. Schnell wird klar, dass sie keine guten Absichten haben. Der Vater willigt ein mitzukommen, aber nur, wenn Silas bleiben kann. Zunächst hält sich Silas auch daran, aber als das Pony plötzlich im Garten auftaucht, nimmt er all seinen Mut zusammen und macht sich auf die Suche nach seinem Vater, von dem er glaubt, er sei in Gefahr. Mittenwool steht ihm auf der Reise stets zur Seite, aber diese gestaltet sich als sehr schwierig und gefährlich. Eigentlich ist er gar nicht so mutig, doch es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich seinen Ängsten zu stellen.
Das Buch liest sich spannend und man spürt geradezu die Gefahren, die überall lauern, es ist ein bisschen wie im Wilden Westen. Interessant ist es auch, viel über Fotografie der damaligen Zeit zu erfahren.
Das Buch ist geeignet für Leser von 10 bis 13 Jahren.



