"Wie man ohne Eltern überlebt", besprochen von Sonja Körner
Einen kleinen Bruder zu haben, der ein Genie ist, obwohl er erst fünf Jahre alt ist, kann ganz schön nerven, findet Eliza. Außerdem ist ihr Leben im Jahr 2053 sowieso schon nicht gerade leicht: ihre Lehrerinnen und Lehrer können sogar sehen, was man denkt – oder eben nicht. Doch alles was sie nervt ist plötzlich völlig egal, weil ihre Eltern den beiden Kindern erklären, dass sie zum Mars fliegen und nie wieder zurückkommen werden. Sie drehen sich um und gehen und es scheint ihnen nicht mal leid zu tun. Eliza und Johnny sind fassungslos. Da kann etwas nicht stimmen. Das würden ihre Eltern niemals tun. Aber zum Glück ist Johnny ja sehr hochbegabt und Eliza sehr mutig. Mit einem umgebauten Sofa und ihrem Hund starten sie ihre völlig verrückte Mum-and-Dad Rückholaktion. Und landen dabei zuerst im Meer.
Aber wie es so weit kommt, dass Johnny mit einer Bombe und einem Vampirtintenfisch im Kofferraum eines Autos durchs Weltall saust, das müsst ihr schon selber lesen. Bei Kapiteln wie „Wie man einen Pfannkuchen mit explodiertem Augapfel isst“ oder „Wie man eine Wahrscheinlichkeit von eins zu fünfzig Millionen überwindet“, wisst ihr vielleicht so ungefähr, was auf euch zukommt. Schräg, lustig und wunderbar unrealistisch. Willkommen in der abgedrehten Zukunft! Ab 9 Jahren.



