"Die Medici-Morde", besprochen von Martina Schiemer
Senhore Arnold Clover, ein Archivar aus London, seit drei Monaten im Ruhestand und alleine in Venedig lebend, wird in das Hauptquartier der Carabinieri einberufen und dort in die Räume der zuständigen Capitano Valentina Fabbri geführt. Es ist Carneval, Venedig ist von Touristen überschwemmt, die Capitano ist ungeduldig, es gibt viel zu tun. Und nun noch ein Mord in der Lagunenstadt.
Der Mord wurde an dem bekannten Fernsehhistoriker Marmaduke Godolphin verübt. Obwohl Godolphin etwas in Vergessenheit geraten war, galt er immer noch als exzentrisch und selbstherrlich. Er war gemeinsam mit alten Weggefährten aus London nach Venedig gekommen, um geheime Dokumente – versteck in dem Nachlass eines Sammlers – mit großer TV-Präsenz zu veröffentlichen. Denn kein geringerer als Michelangelo soll im 16. Jahrhundert an den berühmten Morden an zwei Mitgliedern der Medici- Familie beteiligt gewesen sein. Doch bevor es zu dieser sensationellen Enthüllung kommen konnte, wird er ermordet aufgefunden.
Der Roman ist wie eine Reise nach Venedig, doch das Schöne ist, wir lernen das einfache Venedig kennen, die Gassen, Cafés und Restaurants, die von den Einheimischen besucht werden. Für mich persönlich war auch der historische Teil sehr interessant, die Morde an der Familie Medici sind bis heute nicht eindeutig geklärt und so ist man fast versucht, an die Möglichkeit einer Mitbeteiligung Michelangelos zu glauben.



