„Als ich einmal in den Canal Grande fiel“, besprochen von Katrin Laich

Petra Reski ist im Ruhrgebiet geboren und lebt seit 1991 in Venedig. Sie beleuchtet in kurzen Kapiteln das Leben in Venedig von ganz vielen unterschiedlichen Seiten.

Es geht zum Beispiel um bekannte Themen wie den Tourismus, unter dem die Stadt schier erstickt und um die schwierige politische Lage dort. Sie berichtet, wie sie sich einer Bürgerinitiative anschließt um die Neuwahl des Bürgermeisters zu verhindern und die Unabhängigkeit vom Festland zu erreichen.

Aber wir lernen Venedig auch von anderen Seiten kennen. Petra Reski erzählt so dicht und atmosphärisch, dass man das Gefühl hat, neben ihr durch die alten Gassen der Stadt zu gehen. Wir erleben mit ihr fast hautnah die Katastrophe im November 2019, als die Sturmflut das höchste Hochwasser seit 50 Jahren in die Stadt drückt. Und im Kapitel über den Corona- Lockdown kann man förmlich das Aufatmen der Einwohner spüren, als sie endlich mal das Gefühl haben, ihre eigene Stadt gehört nur ihnen allein.

Und was glauben Sie, wie die Gondoliere geschaut haben, als Petra Reski den Bootsführerschein gemacht hat und als eine der ersten Frauen dort mit einem kleinen Motorboot um die Ecke kam?Naja, die Männer staunten nicht schlecht und nicht alle fanden es gut. Die Autorin musste sich in dieser Männerwelt erst behaupten.

Dann kam der Tag, an dem sie tatsächlich in den Canal Grande fiel…und wie das vor sich ging, das lesen Sie am besten selbst.


Bibliographie
Tipp
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Als ich einmal in den Canal Grande fiel
Petra Reski
Als ich einmal in den Canal Grande fiel
Vom Leben in Venedig
EAN: 978-3-426-30306-1
'Petra Reski verdanke ich meine grenzenlose Begeisterung für Venedig. Ihr Blick auf die Stadt ist kenntnisreich, leidenschaftlich, kritisch, humorvoll. Niemand hätte mir dieses Wunder besser näherbringen können als sie.' Joachim Król 'Ihr Buch macht Lust auf einen Aufenthalt und eben nicht bloß auf eine Stippvisite; und es sensibilisiert einen zugleich dafür, welchen Einfluss man als Tourist hat.' Süddeutsche Zeitung Ein authentischer Erfahrungsbericht aus dem Sehnsuchtsort Venedig für alle Liebhaberinnen und Liebhaber der Lagunenstadt In ihrem Sachbuch wirft Petra Reski einen wehmütigen Blick hinter die Kulissen Venedigs und erzählt, wie es ist, in einer Stadt zu leben, die von aller Welt zu Tode geliebt wird. Petra Reski, die seit den Neunzigern in Venedig lebt und die Stadt kennt wie keine Zweite, erzählt so atmosphärisch wie schonungslos vom Leben in Venedig. Einst hat sie ihr Herz an einen Venezianer verloren - längst hat sie sich in dessen Heimat-Stadt verliebt. Doch Kreuzfahrt-Tourismus, Immobilien-Spekulation und gewissenlose Bürgermeister setzen der Stadt zu.  Petra Reski kennt sie noch, die alten Venezianer und die Geheimnisse dieser Stadt: den Fischer, der Opern-Arien schmettert. Den Conte, der gegen Gondel-Serenaden kämpft. Den Gemüse­-Händler, der inmitten von Touristen-Strömen um seine Existenz bangt. Sie zeichnet ein wehmütiges Bild von Venedig, des­sen Ausverkauf an den reinen Kommerz beschlossene Sache zu sein scheint. Ihr Buch ist ein leidenschaftlicher Erfahrungsbericht aus dem Sehnsuchtsort Venedig - der faszinierendsten Stadt der Welt. Petra Reski wurde im Ruhrgebiet geboren. Nach dem Studium besuchte sie die Henri-Nannen-Schule und arbeitete als Redakteurin beim Stern, bevor sie in Venedig ihr Herz verlor. Seit 1991 schreibt sie von dort aus Romane, Sachbücher und Reportagen. 

Bei Bestellung bis 17 Uhr während der Ladenöffnungszeiten ist der Titel am nächsten Tag abholbereit.

12,99 €
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