„Flaschenpost“, besprochen von Helke Stadelmeier
Georg Neumayer, Geophysiker und Polarforscher, begann 1864 mit einem großangelegten Experiment. Mit Hilfe von Flaschenposten wollte er die Meeresströmungen berechnen und erkunden. Die Hamburger Seewarte gab Handelsschiffen Vordrucke mit, die sie an einer ganz bestimmten Stelle als Flaschenpost ins Meer werfen sollten. Es waren insgesamt 6000 Flaschen. Über 600 Rücksendungen wurden exakt dokumentiert, dabei zeigten sich nicht nur spannende und merkwürdige Reiserouten der Flaschen, sondern auch Berichte von Strandgutsammlern, Schiffbrüchigen, Fischern und vielen mehr. Dabei entstand parallel zu dem wissenschaftlichen Experiment auch eine Art Kulturgeschichte dazu.
Es ist ein wunderschönes Buch in einer sehr liebevollen und bibliophilen Ausstattung entstanden, das die magische Anziehungskraft einer Flaschenpost hat.



