„Welt in Aufruhr“, besprochen von Nikolaus Närger
Spätestens seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist die bislang geltende Ordnung an ihr Ende gekommen ist. Herfried Münkler, Emeritus der Humboldt Universität für Politologie, zeigt in seiner Analyse, wo in Zukunft die Konfliktlinien verlaufen. Die USA seien nicht mehr bereit - und auch nicht mehr fähig, ihren Willen und ihre Wertvorstellungen global durchzusetzen. So bilde sich eine multipolare Weltordnung mit fünf Machtzentren heraus, mit USA und EU auf der einen, und China und Russland auf der anderen Seite, und Indien als Zünglein an der Waage.
Und wenn Chinas Macht auch derzeit besorgniserregend wächst, so hat Pekings System eine Achillesferse: anders als die USA mit American Dream in Hollywood und American Music wird China mit Orwellscher Überwachung geistige Strahlkraft nicht entfalten können.



