"Die Geheimnisse des Tibers", besprochen von Nikolaus Närger

Ein neuer Blick auf den Tiber als das lebendige Gedächtnis Roms, von der kleinen Wanne mit Romulus und Remus am späteren Rindermarkt bis zum gewalttätigen Ende Pier Paolo Pasolinis in Ostia. Über die Zeit bietet sich von heute 29 Brücken immer wieder eine andere Perspektive auf den "Nil des Abendlandes" und "Jordan der Päpste". Lange lieferte er das "beste Trinkwasser der Welt", selbst Päpste nahmen es mit auf ihre Reisen. Kehrseite war die Cloaca Maxima, ein System von Abwasserkanälen, das im Tiber Pest, Typhus und Cholera verbreitete. Arme, Kranke, Prostituierte und Häftlinge wurden abgedrängt an den Fluss wie auch die Juden, denn bei Hochwasser waren sie im Ghetto als erste betroffen – und verloren. Das nasse Grab galt als ultimative Demütigung, die auch in Ungnade gefallenen Kaisern und Päpsten widerfuhr.


Bibliographie
Tipp
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Die Geheimnisse des Tibers
Birgit Schönau
Die Geheimnisse des Tibers
Rom und sein ewiger Fluss
EAN: 978-3-406-80837-1
LEBENSADER UND HÖLLENFLUSS: WAS DER TIBER ÜBER DIE EWIGE STADT ERZÄHLT Lebensader, Höllenfluss, Lustgewässer: Über Jahrtausende war der Tiber Roms Schicksalsfluss. Als Gott verehrt und als Geißel gefürchtet, bestimmte er das Leben der Ewigen Stadt. An seinen Ufern erhoben sich Kirchenstaat und Ghetto, Prunkpaläste und Armenhäuser, hier wurde gekämpft, gelitten, gefeiert ? und Geschichte geschrieben. Ein Fluss voller Grandezza, Schrecken und Wunder, von denen Birgit Schönau in ihrem mitreißenden Buch erzählt. Rom und der Tiber, das ist eine 3000-jährige Geschichte. Sie reicht vom römischen Weltreich über die große Zeit der Päpste bis in die Gegenwart. Lange existierten die Stadt und ihr Fluss in enger Symbiose. Der Tiber hielt das tägliche Leben in Gang, vom Getreide bis zum Marmor-Obelisken wurde auf ihm alles transportiert. Sein Wasser stillte den Durst der Stadt, trieb Mühlräder an, seine Fischgründe machten die Kirche reich. Die Römer fürchteten die Naturgewalt der oft verheerenden Überschwemmungen. Doch sie genossen den Fluss auch beim Baden und als Kulisse für die Zaubergärten der Renaissance. Reiche Fürsten und arme Schlucker zogen an seine Ufer auf der Suche nach Seelenheil. Am Tiber wurden Ritterschläge erteilt, Waisenmädchen verheiratet, Hinrichtungen vollzogen, Pestkranke kuriert und Prostituierte eingezäunt. In Birgit Schönaus fesselnder Doppelbiographie von Rom und dem Tiber fließt alles ineinander: Jubeljahre und Schreckenszeiten, Religion und Verbrechen, Kunst und Kloake, Geschichte und Geheimnis. Der Tiber: Ein Fluss, der Geschichte schrieb Ein überraschende Doppelbiographie von Rom und seinem Fluss Vom römischen Weltreich bis in die Gegenwart Glänzend und äußerst lebendig erzählt

Bei Bestellung bis 17 Uhr während der Ladenöffnungszeiten ist der Titel am nächsten Tag abholbereit.

28,00 €
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