"Nexus", besprochen von Nikolaus Närger
Mit „Nexus“ untersucht der israelische Historiker Harari nicht nur „Verkettung“ unserer Entdeckungen, Erfindungen und Eroberungen der Vergangenheit, sondern fragt - angesichts oft kritikloser Euphorie über die Vorteile Künstlicher Intelligenz, wie wir uns vor einem potentiell selbst zerstörerischen Informationsnetzwerk schützen können. Er vergleicht hierzu, wie verschiedene politische Systeme, wie Rom, Athen und Sparta, aber auch Nationalsozialismus, Stalinismus, und jüngst Populismus - Informationen genutzt haben, um ihre Ziele zu erreichen - zum Guten wie zum Schlechten. KI definiert Harari als Netzwerk, das mit menschlicher Intelligenz, aber ohne menschliches Bewusstsein und Leidensfähigkeit funktioniert, und deshalb gefährlich werden kann wie Goethes entfesselter „Zauberlehrling“. Und so sieht Harari auch unser irdisches Leben in Gefahr, sollte niemand künftigen Entartungen der künstlichen Intelligenz, ob in Gestalt der Geschäftsmodelle des Silicon Valley oder russischer oder chinesischer Bots, mit Hilfe von Silicon Curtains – anstelle Eiserner Vorhänge – Einhalt gebieten.



