"Stürzende Imperien", besprochen von Nikolaus Närger

Unsere westliche Demokratie ist angeschlagen, die Deindustrialisierung bedroht den Wohlstand, und Flüchtlinge stehen vor den Toren. Oft wird die „spätrömische Dekadenz“ bemüht, aber was sind die Parallelen – oder Unterschiede - zwischen Rom in der Endphase und heute? Für die Autoren sind verantwortlich nicht ein Mentalitätswandel wie in den USA und ihren europäischen Bündnispartnern oder die Überforderung durch Einwanderung als vielmehr wirtschaftliche Faktoren. So führte nicht seine Dekadenz, sondern sein zivilisatorische Erfolg zum Untergang des Römischen Reichs, als die Provinzen der Peripherie mehr und mehr am römischen Wohlstand Teil hatten und auf Einfluss und Eigenständigkeit drängten. Am Ende überforderten die Kriege gegen das Perserreich in Verbindung mit Klimaveränderungen schlicht die schwindenden Finanzen. Auf den Westen heute übertragen gilt es, einen Handelskrieg mit China - analog zum Perserreich – zu vermeiden und Putins Russland militärisch in die Schranken zu weisen.


Bibliographie
Tipp
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Stürzende Imperien
Peter Heather
Stürzende Imperien
Rom, Amerika und die Zukunft des Westens
EAN: 978-3-608-98236-7
Was wir vom Untergang Roms für die Zukunft des Westens lernen können Der Westen befindet sich in einer Krise: Unsere Demokratie ist angeschlagen, die Deindustrialisierung bedroht den Wohlstand und Flüchtende machen sich auf in westliche Länder und stehen vor den Toren. In diesem außergewöhnlichen historischen Vergleich erkunden die Autoren die unheimlichen Parallelen - und produktiven Unterschiede - zwischen dem Untergang Roms und dem Fall des Westens, um aus der antiken Geschichte neue Lehren zu ziehen. Die Ära der westlichen globalen Dominanz hat ihr Ende erreicht - doch was kommt als Nächstes?  In den letzten drei Jahrhunderten stieg der Westen auf, um den Planeten zu dominieren. Doch plötzlich, um die Jahrtausendwende, kehrte sich die Geschichte um. Angesichts wirtschaftlicher Stagnation und innerer politischer Spaltung befindet sich der Westen in einem rapiden Niedergang. Es ist nicht das erste Mal, dass die globale Ordnung einen solch dramatischen Aufstieg und Fall erlebt. Das Römische Reich folgte einer ähnlichen Entwicklung von überwältigender Macht bis zum Zerfall - eine Tatsache, die mehr ist als ein seltsamer historischer Zufall. In diesem fesselnden Buch nutzen der Historiker Peter Heather und der politische Ökonom John Rapley diese römische Vergangenheit, um über den zeitgenössischen Westen, seinen Zustand der Krise und mögliche Wege heraus neu nachzudenken.

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