"Stürzende Imperien", besprochen von Nikolaus Närger
Unsere westliche Demokratie ist angeschlagen, die Deindustrialisierung bedroht den Wohlstand, und Flüchtlinge stehen vor den Toren. Oft wird die „spätrömische Dekadenz“ bemüht, aber was sind die Parallelen – oder Unterschiede - zwischen Rom in der Endphase und heute? Für die Autoren sind verantwortlich nicht ein Mentalitätswandel wie in den USA und ihren europäischen Bündnispartnern oder die Überforderung durch Einwanderung als vielmehr wirtschaftliche Faktoren. So führte nicht seine Dekadenz, sondern sein zivilisatorische Erfolg zum Untergang des Römischen Reichs, als die Provinzen der Peripherie mehr und mehr am römischen Wohlstand Teil hatten und auf Einfluss und Eigenständigkeit drängten. Am Ende überforderten die Kriege gegen das Perserreich in Verbindung mit Klimaveränderungen schlicht die schwindenden Finanzen. Auf den Westen heute übertragen gilt es, einen Handelskrieg mit China - analog zum Perserreich – zu vermeiden und Putins Russland militärisch in die Schranken zu weisen.



