"Die Stimme der Kraken", besprochen von Theodor Lindner
Für die Einheimischen waren sie Monster. Für den Technologiekonzern, der die Inselgruppe Con Dao aufgekauft und besagte Einheimische umgesiedelt hat, sind sie ein lukratives Geschäft. Es geht um eine Krakenart, die scheinbar hochintelligent ist und möglicherweise eine eigene Sprache und Kultur entwickelt hat.
Eine Meeresbiologin bekommt die einmalige Chance, gemeinsam mit dem ersten und einzigen Androiden der Welt diese Krakenart zu erforschen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Doch schon bald wird klar, dass es hier im mehr als bloße Forschung geht. Es geht um Ressourcen und Herrschaft, um die Frage, was intelligentes Leben ausmacht, und wie weit wir bereit sind, im Namen der Wissenschaft zu gehen.
„Die Stimme der Kraken“ ist definitiv Science Fiction. Doch genauso ist der Roman ein Öko-Thriller rund um eines der wohl faszinierendsten Lebewesen des Meeres. Er zeigt auf, was künstliche Intelligenz in unserer Zukunft sein könnte, und stellt die Frage, ob wir das wirklich wollen. Für mich ein absolutes Lesemuss.



