Details
ISBN/EAN: 978-3-7069-1329-4
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2026
1. Auflage 2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
291 S.
291 S.
Hersteller:
Praesens Verlags GmbH
Dr. Michael Ritter
m.ritter@praesens.at
Wehlistraße 154/12
AT 1020 Wien
Praesens Verlags GmbH
Dr. Michael Ritter
m.ritter@praesens.at
Wehlistraße 154/12
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Beschreibung
Wie lernen Menschen Sprache so, dass sie mit ihr nicht nur korrekt operieren, sondern auch denken, verstehen, formulieren und weiterlernen können? Dieser Band vereint grundlegende Beiträge Paul Portmanns zur Sprachdidaktik, Schreibforschung und Textkompetenz. Im Zentrum steht die Einsicht, die heute neue Aktualität gewinnt: Schreiben ist nicht bloß der nachträgliche Nachweis von Gelerntem, sondern selbst ein Ort des Lernens. Portmanns Arbeiten wenden sich gegen verkürzte Vorstellungen von Sprachenlernen, die Sprache auf Vokabeln, Grammatikregeln oder kommunikative Routinen reduzieren. Sie zeigen, dass sprachliche Bildung dort entsteht, wo Lernende um den präzisen Ausdruck ringen, Gedanken in Textform bringen und komplexe Diskursformen beherrschen lernen. Textkompetenz erscheint damit als kognitive Basisfähigkeit und als Voraussetzung für Wissen, Urteilsbildung und intellektuelle Eigenständigkeit. Angesichts der generativen KI gewinnen Portmanns Texte unerwartete Brisanz. Wenn automatisierte Systeme grammatisch korrekte Oberflächen produzieren, stellt sich die Frage, was Menschen beim Schreiben eigentlich lernen - und was verloren geht, wenn diese Arbeit an Maschinen delegiert wird. Der Band macht sichtbar, dass Sprachlernen mehr ist als fehlerfreie Produktion: Es ist ein Prozess der Aneignung, Aufmerksamkeit und Selbstbildung im Medium der Sprache.



