„Marschlande“, besprochen von Martina Schiemer

Britta Stoever zieht mit ihrem Mann und zwei Kindern von Hamburg südlich in die Marschlande. Die Familie hat den Wunsch nach mehr Freiheit und Freiraum nach dem beengten Leben in der Großstadt. Doch sie kann sich nicht an das neue Leben auf dem Land gewöhnen, ihre Rolle als Frau, Mutter und teilzeitarbeitende Geologin fühlt sich mit einem Mal nicht mehr richtig an. Auf langen Spaziergängen an den Deichen entdeckt sie die Gedenktafel einer Frau, die im 16. Jahrhundert am selben Ort wie sie heute gelebt hat, Abelke Bleken. Britta beginnt zu recherchieren und eine tiefe Verbundenheit zu der Geschichte der Frau zu entwickeln.

Geboren als Bauerstochter in den Marschlanden, beschließt Abelke, nachdem sie den Hof von ihren Eltern geerbt hat, diesen alleine zu bewirtschaften. Doch die Zeiten sind schwer, in einer männerdominierten Gesellschaft und den unvorhersehbaren Naturereignissen ist kein Platz für eine Frau. Auch wenn sie stark ist. Britta dringt immer tiefer in die Geschichte Abelkes ein und spürt, dass auch sie nicht frei von Zwängen und Einschränkungen ist.


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