Unser Tipp für Sie
Britta Stoever zieht mit ihrem Mann und zwei Kindern von Hamburg südlich in die Marschlande. Die Familie hat den Wunsch nach mehr Freiheit und Freiraum nach dem beengten Leben in der Großstadt. Doch sie kann sich nicht an das neue Leben auf dem Land gewöhnen, ihre Rolle als Frau, Mutter und teilzeitarbeitende Geologin fühlt sich mit einem Mal nicht mehr richtig an. Auf langen Spaziergängen an den Deichen entdeckt sie die Gedenktafel einer Frau, die im 16. Jahrhundert am selben Ort wie sie heute gelebt hat, Abelke Bleken. Britta beginnt zu recherchieren und eine tiefe Verbundenheit zu der Geschichte der Frau zu entwickeln.
Geboren als Bauerstochter in den Marschlanden, beschließt Abelke, nachdem sie den Hof von ihren Eltern geerbt hat, diesen alleine zu bewirtschaften. Doch die Zeiten sind schwer, in einer männerdominierten Gesellschaft und den unvorhersehbaren Naturereignissen ist kein Platz für eine Frau. Auch wenn sie stark ist. Britta dringt immer tiefer in die Geschichte Abelkes ein und spürt, dass auch sie nicht frei von Zwängen und Einschränkungen ist.
Beschreibung
Zwei Frauen, die Jahrhunderte trennen - der Wunsch nach Selbstbestimmung, der sie verbindet Im Hamburger Marschland lebt ums Jahr 1580 Abelke Bleken. Sie führt allein einen Hof, trotzt Jahreszeiten und Gezeiten. Und sie versucht, sich gegen ihre Nachbarn zu behaupten, in einer Zeit, die für unabhängige Frauen lebensgefährlich ist. Fast fünfhundert Jahre später zieht Britta Stoever mit ihrem Mann und ihren Kindern in die Marschlandschaft. Ihre Arbeit als Geografin hat sie für die Familie aufgegeben, das neue Zuhause ist ihr noch fremd. Sie unternimmt lange Spaziergänge durch die karge Landschaft, beobachtet die Natur und lernt, in Bracks und Deichlinien die Spuren der Vergangenheit zu lesen. Dabei stößt Britta auf das Leben der Abelke, auf Ausgrenzungen und Ungerechtigkeiten, die beängstigend aktuell sind. Fasziniert taucht sie tiefer und tiefer ein - und merkt, wie viel sie im Leben der anderen Frau über sich selbst erfährt. 'Marschlande' von Jarka Kubsova erzählt von zwei Frauen, die einander in ihren Kämpfen um Selbstbestimmung und Sichtbarkeit über die Jahrhunderte hinweg die Hand reichen.
Über Jarka Kubsova
Jarka Kubsova wurde 1977 in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren, seit 1987 lebt sie in Deutschland. Sie arbeitete als Journalistin, Ghostwriterin und Co-Autorin mehrerer erfolgreicher Sachbucher. 2021 erschien ihr Debütroman 'Bergland', 2023 folgte der Roman 'Marschlande', der für das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen nominiert war und am Theater inszeniert wurde. Jarka Kubsova lebt in Hamburg.
Schlagzeile
Zwei Frauen, die Jahrhunderte trennen - der Wunsch nach Selbstbestimmung, der sie verbindet