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25.01.2021
Deutsch
176 S.
2 x 20.9 x 13 cm
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
info@hanser.de
Vilshofener Straße 10
DE 81679 München
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Unser Tipp für Sie
Wenn man 25 Jahre, den Großteils seines Lebens, in Deutschland verbracht hat, dann könnte man eigentlich davon ausgehen, dass es gar nicht so schwierig ist, einen deutschen Pass zu beantragen. Aber in Sachen Einwanderung nimmt es die Bürokratie ganz genau; und so muss Dmitrij Kapitelman in seine Heimatsstadt Kiew reisen, die er, seit er und seine Eltern die Ukraine verlassen haben, nicht mehr besucht hat, um eine Apostille vorweisen zu können.
Der Autor nimmt uns mit auf seiner ganz persönlichen Reise in die Stadt seiner Kindheit, an die er schöne Erinnerungen hat, mit der ihn aber sonst nichts verbindet. Im Vordergrund stehen dabei immer die Erinnerungen an die Damals-Eltern, die scheinbar perfekt waren, und der Vergleich zu den Heute-Eltern, deren Verhältnis zum Sohn angespannt ist.
"Eine Formalie in Kiew" ist ein wundervolles Buch mit bittersüßem Humor über das Aus- und Einwandern, die kleinen und großen Hürden, die es zu überwinden gilt, und die Auswirkungen, die all das auf eine eigentlich glückliche Familie haben kann. Ein wichtiges und topaktuelles Buch, das obendrein auf schönste Weise mit Sprache spielt - eine unbedingte Leseempfehlung!



