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ISBN/EAN: 978-3-446-26937-8
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
176 S.
Format (T/L/B):
2 x 20.9 x 13 cm

Hersteller:
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
info@hanser.de
Vilshofener Straße 10
DE 81679 München


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Unser Tipp für Sie

Wenn man 25 Jahre, den Großteils seines Lebens, in Deutschland verbracht hat, dann könnte man eigentlich davon ausgehen, dass es gar nicht so schwierig ist, einen deutschen Pass zu beantragen. Aber in Sachen Einwanderung nimmt es die Bürokratie ganz genau; und so muss Dmitrij Kapitelman in seine Heimatsstadt Kiew reisen, die er, seit er und seine Eltern die Ukraine verlassen haben, nicht mehr besucht hat, um eine Apostille vorweisen zu können.

Der Autor nimmt uns mit auf seiner ganz persönlichen Reise in die Stadt seiner Kindheit, an die er schöne Erinnerungen hat, mit der ihn aber sonst nichts verbindet. Im Vordergrund stehen dabei immer die Erinnerungen an die Damals-Eltern, die scheinbar perfekt waren, und der Vergleich zu den Heute-Eltern, deren Verhältnis zum Sohn angespannt ist.

"Eine Formalie in Kiew" ist ein wundervolles Buch mit bittersüßem Humor über das Aus- und Einwandern, die kleinen und großen Hürden, die es zu überwinden gilt, und die Auswirkungen, die all das auf eine eigentlich glückliche Familie haben kann. Ein wichtiges und topaktuelles Buch, das obendrein auf schönste Weise mit Sprache spielt - eine unbedingte Leseempfehlung!

Beschreibung

Dmitrij Kapitelman erzählt von einer Familie, die in die Fremde zog, um ein neues Leben zu beginnen, und am Ende ohne jede Heimat dasteht. Erst durch dieses Buch ist das Verstehen der Migration, des Nicht-Dazugehörens und des Dazwischen möglich. Olga Grjasnowa Eine Formalie in Kiew ist die Geschichte einer Familie, die einst voller Hoffnung in die Fremde zog, um ein neues Leben zu beginnen, und am Ende ohne jede Heimat dasteht. Erzählt mit dem bittersüßen Humor eines Sohnes, der stoisch versucht, Deutscher zu werden. Dmitrij Kapitelman kann besser sächseln als die Beamtin, bei der er den deutschen Pass beantragt. Nach 25 Jahren als Landsmann, dem Großteil seines Lebens. Aber der Bürokratie ist keine Formalie zu klein, wenn es um Einwanderer geht. Frau Kunze verlangt eine Apostille aus Kiew. Also reist er in seine Geburtsstadt, mit der ihn nichts mehr verbindet, außer Kindheitserinnerungen. Schön sind diese Erinnerungen, warten doch darin liebende, unfehlbare Eltern. Und schwer, denn gegenwärtig ist die Familie zerstritten.

Über Dmitrij Kapitelman

Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kiew geboren, kam im Alter von acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutschen Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch "Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters", für das er den Klaus-Michael Kühne-Preis gewann. 2021 folgte "Eine Formalie in Kiew", für das er mit dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet wurde.