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ISBN/EAN: 978-3-630-87814-0
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
240 S.
Format (T/L/B):
2.2 x 22 x 14.5 cm

Hersteller:
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
produktsicherheit@penguinrandomhouse.de
Neumarkter Straße 28
DE 81673 München


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Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

Roman - Die Entdeckung einer großen literarischen Stimme

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Unser Tipp für Sie

Es ist ein Generationenroman, eine Familiengeschichte über vier Generationen. Anna Maschik beschreibt den kargen Alltag auf dem Hof, beginnend in der Kaiserzeit und über die Kriege bis in die Gegenwart. Man mäandert durch das Leben der vor allem weiblichen Personen, ist mal bei Henrike, bei Hilde, bei ihrer Tochter Miriam und hört dann Alma zu, wie sie als Kind gewesen ist. Es werden feine Lebenslinien zwischen den Personen gespannt. Und über allem steht die Frage, woher komme ich, warum bin ich da? Ganz fein verwebt Maschik die Geschichte auf nur 240 Seiten über Generationen hinweg. Mal auch magisch und märchenhaft, aber das Märchenhafte stört nicht und macht den Roman nur umso eindringlicher. Es ist der Versuch Almas durch Erinnerungen und Szenen, das Leben zu rekonstruieren. Es wird in einer lakonischen Sprache erzählt und die Leerstellen, die auftauchen, werden durch die eigenen Bilder, die uns im Kopf entstehen, gefüllt. Fragmentarisch, anekdotenhaft mit Listen und manchmal auch nur ein paar Worte auf einer Seite. Selten habe ich so ein besonderes und wuchtiges Buch gelesen! Ein Buch, wo man eigentlich jede Seite anstreichen kann, es ist so besonders und definitiv mein Lesehighlight in diesem Jahr! LESEN!

Beschreibung

Was verbindet uns mit denen, die vor uns kamen? Mit einem heimlich geschlachteten Schaf beginnt der Blick in die Innereien einer Familie. Hier rührt die Urgroßmutter das Blut für die Würste, der Großonkel schläft fünfzehn Jahre lang, und die Großmutter stiehlt nachts die Ziegel vom Dach. Am Ende steht die Urenkelin Alma und fügt die Einzelteile der Familiengeschichte zusammen: vom kargen Alltag auf einem Bauernhof an der Nordsee über den Krieg und den Neuanfang fern der Heimat bis in die Gegenwart, in der die Großmutter ins Heim muss und Alma versteht, dass sie das letzte Glied in der familiären Kette ist.In kurzen, virtuos verdichteten Passagen entfaltet Anna Maschik einen ganzen Kosmos - die Familie als ein großer Resonanzkörper, in dem die Prägungen widerhallen über die Generationen hinweg. Es ist eine Geschichte von bevorzugten Geschwistern, vom Scheitern am Schlaf und an der Sprache, von der Verwandlung in ein Möbel, einen Wolf, einen Zitronenbaum. Lakonisch und voll schwebender Magie erzählt sie davon, was Vorbestimmung ist und ob man ihr entkommen kann.