Details
ISBN/EAN: 978-3-644-00362-0
Altersempfehlung: 50-99 J.
Format: EPUB
DRM: Digitales Wasserzeichen
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Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2020
1. Auflage 2020
Erschienen am:
15.09.2020
15.09.2020
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
272 S., 2.81 MB
Empfohlene App:
272 S., 2.81 MB
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Beschreibung
Ijoma Mangold fu¿hrt ein politisches Tagebuch und notiert darin die Ereignisse unserer Gegenwart. Er beschreibt, was er auf der Weihnachtsfeier der «Zeit» und am Rande der Berlinale erlebt, dass sein Sportlehrer sich nie angeschnallt hat und warum Greta ihn triggert. Im Januar erklärt Helena, eine russlanddeutsche Bekannte, ihm ihren Feminismus, im Februar denkt er u¿ber das Wahlergebnis in Hamburg nach, im März stellt er fest, dass der «Decamerone» bei Dussmann ausverkauft ist. Wegen Corona. Verwundert blickt er auf die, denen einerseits «Tugendterror» oder «Multikulti-Romantik», andererseits «Agism» oder «Faschismus» leicht von den Lippen gehen. Deutlich wird bei seinen Begegnungen, dass die Basis, auf der wir jeden Tag Urteile fällen und Entscheidungen treffen, schmal und schwankend ist. Und doch ist sie alles, was wir haben. Die alte Eindeutigkeit ist aus der Politik verschwunden. Sie wurde ersetzt durch Reflexe und Schnappatmung, durch Wut und Widerspru¿chlichkeit. Doch gerade dieses Unreflektierte, die Affekte, der Stammtisch, der permanent nur fu¿r uns selbst in uns zu hören ist, ist das, so Mangold, was das Politische im Tiefsten ausmacht. Wie wir zu Meinungen kommen, wie wir es uns gemu¿tlich einrichten mit ihnen und wie wir sie im besten Fall auch mal wieder loswerden ¿ darum geht es in diesem Buch der Selbstbeobachtung. Es ist ein Text der Zeitdiagnostik entstanden, der eine Darstellung des politischen Gegenwartstheaters durch einen aufmerksamen Insider ist und gleichzeitig eine politische Anthropologie.
Über Ijoma Mangold
Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna. Nach Stationen bei der "Berliner Zeitung" und der "Süddeutschen Zeitung" wechselte er 2009 zur Wochenzeitung "Die Zeit", deren Literaturchef er von 2013 bis 2018 war. Inzwischen ist er Kulturpolitischer Korrespondent der Zeitung. Zusammen mit Amelie Fried moderierte er die ZDF-Sendung "Die Vorleser". Außerdem gehört er zum Kritiker-Quartett der Sendung "lesenswert" des SWR-Fernsehens. 2017 erschien "Das deutsche Krokodil". Mangold lebt in Berlin.
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